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AKW Grohnde

Das Kernkraftwerkg Grohnde (KWG) befindet sich an der Weser in der Einheitsgemeinde Emmerthal, Landkreis Hameln-Pyrmont in Niedersachsen. Zentraler Bestandteil des Kraftwerks ist ein Druckwasserreaktor der 1.300 MW-Baulinie. Die elektrische Bruttoleistung liegt bei etwa 1.430 Megawatt. Zum Einsatz kommen 193 UO2-Brennelemente mit einer Anreicherung bis zu 4 % U-235 sowie MOX-Brennelemente. Eine Erhöhung der Anfangsanreicherung auf 4,4 % wurde beantragt. Der Druckwasserreaktor gehört zur 3. Generation in Deutschland, den sogenannten Vor-Konvoi-Anlagen. Der Reaktor wurde erstmals am 1. September 1984 kritisch.
Die endgültige Abschaltung des Kernkraftwerks Grohnde ist bisher für 2017 vorgesehen.
Ein Zwischenlager mit 100 Stellplätzen für abgebrannte Kernbrennelemente mit einem Schwermetallgewicht von 1.000 Tonnen wurde Anfang 2006 in Betrieb genommen.
Die für das Jahr 2004 gemessene abgegebene Radioaktivität beträgt: 6 TBq in die Luft und 22 TBq ins Wasser
Quelle: wikipedia
Die aktuellsten Infos können bei nadir.org gefunden werden.
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Der Atomenergie-Konzern E.ON Kernkraft hat in einer Pressemitteilung am 13.08.10 mit dem Titel "Gemeinschaftskernkraftwerk Grohnde: Meldung von zwei Vorkommnissen an die Aufsichtsbehörde" zwei neue meldepflichtige 'Ereignisse' im AKW Grohnde bekannt gegeben.
"Im Rahmen einer turnusmäßigen Kontrolle wurde an einer Einrichtung zur Abwasser-Aufbereitung eine geringe Leckage festgestellt", teilt E.ON Kernkraft mit. "Dadurch kam es zu einer räumlich begrenzten Kontamination innerhalb des Kontrollbereiches. Mitarbeiter sind in diesem Bereich außer für Kontrollen nicht beschäftigt. Die Leckage wurde abgedichtet, die betroffene Stelle unverzüglich gereinigt und die Kontamination damit beseitigt."
"Weiterhin wurde im Rahmen einer Wiederkehrenden Prüfung eine Leckage an einer mit Flusswasser gefüllten Messeinrichtung des Nebenkühlwassersystems festgestellt", wird von E.ON Kernkraft berichtet. "Die Leckagestelle wurde abgedichtet."
E.ON Kernkraft stellt in der Mitteilung fest: "Beide Vorkommnisse haben keinen Einfluss auf den sicheren Betrieb der Anlage."
"Die Vorkommnisse liegen", laut E.ON Kernkraft, "unterhalb der siebenstufigen internationalen Skala zur sicherheitstechnischen Bewertung von Vorkommnissen in Kernkraftwerken ('Stufe 0'). Der Aufsichtsbehörde wurden sie nach der Meldekategorie 'N' (Normalmeldung) fristgerecht angezeigt."
Zum "Hintergrund" wird von E.ON Kernkraft in der Pressemitteilung erläutert:
"Als Kontamination bezeichnet man eine äußere Verschmutzung mit radioaktiven Partikeln.
Es gehört zum sicherheitstechnischen Konzept in Kernkraftwerken, turnusmäßige - so genannte Wiederkehrende - Prüfungen durchzuführen. Pro Jahr werden im Schnitt 3.500 derartige Prüfungen in Kernkraftwerken durchgeführt und so Systeme und Komponenten auf Herz und Nieren geprüft. Alle Prüfungen und Verbesserungen unterliegen den hohen Anforderungen unseres Qualitätsmanagements sowie strengsten gesetzlichen Bestimmungen und Kontrollen.
Die Einstufung der Ereignisse zeigt, dass es sich um ein Vorkommnis mit keiner sicherheitstechnischen Bedeutung handelt. Meldepflichtige Ereignisse in kerntechnischen Anlagen werden weltweit nach einer siebenstufigen Skala - der so genannten INES-Skala - gemeldet. In Deutschland melden die Betreiber kerntechnischer Anlagen darüber hinaus Ereignisse auf einer Stufe '0' unterhalb der sieben Stufen - Ereignisse also von sehr geringer oder ohne sicherheitstechnische Bedeutung.
Dieses Meldeverhalten soll insbesondere im Sinne eines Erfahrungssaustauschs transparent und offen über die Sicherheit der Anlagen informieren und ist damit Ausdruck der ausgeprägten Sicherheitskultur in Deutschland."
Quelle: nadirg.org |
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Ein neues meldepflichtiges 'Ereignis' im AKW Grohnde hat E.ON Kernkraft in einer Pressemitteilung vom 05.08.10 mit dem Titel "Gemeinschaftskernkraftwerk Grohnde: Minimaler Befund an Messleitung" bekannt gegeben: "Im Rahmen einer routinemäßigen Begehung im Gemeinschaftskernkraftwerk Grohnde am 30. Juli 2010 wurden an einer Messleitung im Volumenregelsystem minimale Ablagerungen an einer Schweißnaht festgestellt."
"Eine Undichtigkeit der Leitung war nicht gegeben", wird von E.ON Kernkraft betont. "Damit hatte der Befund keine Auswirkung auf das System oder den Betrieb der Anlage. Das Rohrleitungsstück wurde vorsorglich ummantelt."
"Das Vorkommnis liegt", nach der Einstufung von E.ON Kernkraft, "unterhalb der siebenstufigen internationalen Skala zur sicherheitstechnischen Bewertung von Vorkommnissen in Kernkraftwerken ('Stufe 0'). Der Aufsichtsbehörde wurde es nach der Meldekategorie 'N' fristgerecht angezeigt."
Zum "Hintergrund" wird von E.ON Kernkraft in der Pressemitteilung ausgeführt: "Die Einstufung des Ereignisses zeigt, dass es sich um ein Vorkommnis mit keiner sicherheitstechnischen Bedeutung handelt. Meldepflichtige Ereignisse in kerntechnischen Anlagen werden weltweit nach einer siebenstufigen Skala - der so genannten INES-Skala - gemeldet. In Deutschland melden die Betreiber kerntechnischer Anlagen darüber hinaus Ereignisse auf einer Stufe '0' unterhalb der sieben Stufen - Ereignisse also von sehr geringer oder ohne sicherheitstechnische Bedeutung.
Dieses Meldeverhalten soll insbesondere im Sinne eines Erfahrungssaustauschs transparent und offen über die Sicherheit der Anlagen informieren und ist damit Ausdruck der ausgeprägten Sicherheitskultur in Deutschland."
Zitat von nadir.org |
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Von E.ON Kernkraft wird am 31.05.10 in einer Pressemitteilung mit dem Titel "Gemeinschaftskernkraftwerk Grohnde: Geringfügige Undichtigkeit an einer Schweißnaht im Abwassersystem" ein weiteres 'Vorkommnis' im AKW Grohnde an der Weser gemeldet.
"Im Rahmen einer Begehung", so E.ON Kernkraft in der Mitteilung einleitend, "wurde im Kernkraftwerk Grohnde eine Undichtigkeit an einer Schweißnaht im Abwasserverdampfungssystem festgestellt. Die Kleinstleckage von circa fünf Litern hatte keinen Einfluss auf den sicheren Betrieb der Anlage. Das betroffene Rohrleitungsstück wurde ausgetauscht. Das Ergebnis der metallografischen Untersuchung lag dem Kernkraftwerk Grohnde am 25. Mai 2010 vor."
"Das Vorkommnis liegt", nach der Aussage von E.ON Kernkraft, "unterhalb der siebenstufigen internationalen Skala zur sicherheitstechnischen Bewertung von Vorkommnissen in Kernkraftwerken ('Stufe 0'). Es wurde der Aufsichtsbehörde nach der Meldekategorie 'N' fristgerecht angezeigt."
"Zum Hintergrund", laut E.ON Kernkraft in der Pressemitteilung: "Die während des Betriebs anfallenden Abwässer werden innerhalb des Kraftwerks gesammelt und gegebenenfalls einer Reinigung über eine Abwasserverdampfungsanlage zugeführt. Dabei wird das Wasser so aufbereitet, dass es danach an die Umwelt abgegeben werden kann.
Die Einstufung des Ereignisses zeigt, dass es sich um ein Vorkommnis mit keiner bzw. nur sehr geringer sicherheitstechnischer Bedeutung handelt. In Deutschland melden die Betreiber kerntechnischer Anlagen auch Ereignisse unterhalb der siebenstufigen internationalen Skala. Dieses Meldeverhalten soll insbesondere im Sinne eines Erfahrungssaustauschs transparent und offen über die Sicherheit der Anlagen informieren und ist damit Ausdruck der ausgeprägten Sicherheitskultur in Deutschland."
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Das Niedersächsische Umweltministerium gibt am 26.04.10 in der Pressemitteilung Nr. 34/2010 unter dem Titel "Kernkraftwerk Grohnde nach Revision wieder am Netz" bekannt: "Seit heute (Montag) ist das Kernkraftwerk Grohnde wieder in Betrieb, informierte die Sprecherin des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt und Klimaschutz. Die Anlage war am 06. April zum jährlichen Brennelementewechsel und der damit verbundenen Anlagenrevision vom Netz gegangen."
"Während des Stillstandes wurden 52 der insgesamt 193 Brennelemente des Reaktorkerns gegen neue ausgetauscht", berichtet das Niedersächsische Umweltministerium weiter. "Eine Vielzahl von routinemäßigen Prüfungen und Instandhaltungsmaßnahmen wurden durchgeführt: beispielsweise zerstörungsfreie Materialprüfungen von sicherheitstechnisch wichtigen Rohrleitungen und Komponenten des nuklearen Dampferzeugungssystems. Die diesjährige Arbeit zur Instandhaltung an der Deckeldichtfläche am Reaktordruckbehälter erforderte besondere Maßnahmen des radiologischen Arbeitsschutzes."
Vom Niedersächsischen Umweltministerium wird bekannt gegeben: "Im Rahmen der Revision sind dem Umweltministerium drei Vorkommnisse nach der Meldekategorie N (Normal) gemeldet worden, sie wurden unterhalb der siebenstufigen internationalen INES-Skala in die Stufe 0 eingeordnet: Bei der Überprüfung von Kleinleitungen aufgrund von Erkenntnissen in anderen Anlagen wurden auch im Kernkraftwerk Grohnde Korrosionsschäden festgestellt. Im Rahmen einer wiederkehrenden Prüfung wurde ein defekter Schalter an einem der vier Notspeisenotstromdiesel festgestellt. Die Befunde führten unmittelbar zu Instandsetzungen oder zum Austausch der betroffenen Bauteile. Weiterhin wurde beim Entladen der Brennelemente und der anschließenden Inspektion bei drei Brennelementen jeweils ein defekter Brennstab erkannt. Die betroffenen Brennelemente werden im nächsten Betriebszyklus nicht wieder eingesetzt."
E.ON Kernkraft: "Gemeinschaftskernkraftwerk Grohnde wieder am Netz"
"Das Kernkraftwerk Grohnde speist seit dem 26. April 2010 wieder Strom ins Netz", wird von dem Atomenergie-Konzern E.ON Kernkraft in einer Pressemitteilung am 26.04.10 bestätigt. "Die Anlage ging am 6. April 2010 zum 25. Brennelementwechsel und zur jährlichen Anlagenrevision vom Netz."
E.ON Kernkraft teilt weiter mit: "Während der Revision wurden 52 Brennelemente durch neue Uranbrennelemente ersetzt. Im Revisionszeitraum wurden ungefähr 1.000 Prüfungen und zahlreiche Inspektions- und Instandhaltungsarbeiten durchgeführt. Die Mitarbeiter des Kernkraftwerks wurden dabei von bis zu 1.400 externen Fachkräften aus ca. 100 Fachfirmen unterstützt."
"Die atomrechtliche Aufsichtsbehörde und die von ihr beauftragten Gutachterorganisationen TÜV Nord und Germanischer Lloyd überwachten alle sicherheitstechnisch relevanten Arbeiten. Die Überprüfung der technischen Systeme auf ihre Funktionstüchtigkeit bestätigte den guten technischen Zustand der Anlage", behauptet E.ON Kernkraft in der Mitteilung. "Insgesamt investierte das Kraftwerk für die Revisionsarbeiten rund 30 Millionen Euro."
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Seit dem 06.04.10 ist das AKW Grohnde an der Weser zur Revision und dem Brennelementwechsel abgeschaltet. Bei der Überprüfung der Brennelemente wurden Schäden an drei Brennstäben festgestellt.
"Das Kernkraftwerk Grohnde ist derzeit zum Brennelementwechsel und zur jährlichen Anlagenrevision außer Betrieb", wird von E.ON Kernkraft dazu am 21.04.10 unter dem Titel "Gemeinschaftskernkraftwerk Grohnde: Meldung von zwei Vorkommnissen an die Aufsichtsbehörde" einleitend berichtet. "Im Rahmen von Wiederkehrenden Prüfungen während der Anlagenrevision wurde ein Defekt an einem Schlüsselschalter an einem von insgesamt vier vorhandenen Notspeisenotstromdieseln festgestellt. Der Schalter wurde ausgetauscht. Weiterhin wurden bei Prüfungen von Brennelementen leichte Beschädigungen an drei von insgesamt circa 45.000 Brennstäben festgestellt. Die betroffenen Brennelemente werden im nächsten Jahr[!] nicht wieder eingesetzt."
Von E.ON Kernkraft wird in der Pressemitteilung behauptet: "Beide Vorkommnisse hatten keinerlei Auswirkungen auf den sicheren Betrieb der Anlage".
"Die Vorkommnisse liegen", nach der Einstufung von E.ON Kernkraft, "unterhalb der siebenstufigen internationalen Skala zur sicherheitstechnischen Bewertung von Vorkommnissen in Kernkraftwerken ('Stufe 0'). Der Aufsichtsbehörde wurden sie nach der Meldekategorie 'N' (Normalmeldung) fristgerecht angezeigt."
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Das AKW Grohnde an der Weser ist seit dem 06.04.10 zur Revision und dem Brennelementwechsel abgeschaltet. - Am 08.04.10 wurden bei den Revisionsarbeiten Anrisse an den Leitungen eines Entwässerungssystems festgestellt.
In einer Pressemitteilung unter der Überschrift "Gemeinschaftskernkraftwerk Grohnde: Befunde an Kleinleitungen" gibt der Atomenergie-Konzern E.ON Kernkraft erst am 13.04.10 bekannt: "Im Rahmen der zurzeit stattfindenden Revision wurden bei einem planmäßigen Inspektionsprogramm im derzeit abgeschalteten Kernkraftwerk Grohnde am 8. April 2010 rissartige Befunde an Kleinleitungen eines Entwässerungssystems festgestellt."
"Auf den sicheren Betrieb der Anlage hatten die Befunde keine Auswirkungen", wird von E.ON Kernkraft in der Mitteilung betont. "Die Fehlerbehebung erfolgt durch Austausch der Bauteile."
"Das Vorkommnis liegt", nach der Einstufung von E.ON Kernkraft, "unterhalb der siebenstufigen internationalen Skala zur sicherheitstechnischen Bewertung von Vorkommnissen in Kernkraftwerken ('Stufe 0'). Der Aufsichtsbehörde wurde es nach der Meldekategorie 'N' (Normalmeldung) fristgerecht angezeigt."
"Zum Hintergrund", laut E.ON Kernkraft in der Pressemitteilung: "Die betroffenen Rohrleitungsbereiche in den Leitungen befinden sich im Normalbetrieb auf Unterdruck. Dadurch war der Austritt möglicher anfallender Wässer ausgeschlossen. Die kontinuierliche Betriebsüberwachung im Leistungsbetrieb zeigt keine Hinweise auf Leckagen.
Die Einstufung des Ereignisses zeigt, dass es sich um ein Vorkommnis mit keiner bzw. nur sehr geringer sicherheitstechnischer Bedeutung handelt. In Deutschland melden die Betreiber kerntechnischer Anlagen auch Ereignisse unterhalb der siebenstufigen internationalen Skala. Dieses Meldeverhalten soll insbesondere im Sinne eines Erfahrungssaustauschs transparent und offen über die Sicherheit der Anlagen informieren und ist damit Ausdruck der ausgeprägten Sicherheitskultur in Deutschland."
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"Am (heutigen) Dienstag geht das Kernkraftwerk Grohnde zum jährlichen Brennelementewechsel und der damit verbundenen Anlagenrevision für mehr als zwei Wochen vom Netz, informierte die Sprecherin des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt und Klimaschutz" in der Pressemitteilung Nr. 29/2010 vom 06.04.10 unter der Überschrift "Kernkraftwerk Grohnde geht für Revision vom Netz" die Öffentlichkeit.
"Während des Stillstandes werden 52 der insgesamt 193 Brennelemente des Reaktorkerns gegen neue ausgetauscht", wird vom Niedersächsischen Umweltministerium mitgeteilt. "Eine Vielzahl von routinemäßigen Prüfungen und Instandhaltungsmaßnahmen werden durchgeführt: beispielsweise zerstörungsfreie Materialprüfungen von sicherheitstechnisch wichtigen Rohrleitungen und Komponenten des nuklearen Dampferzeugungssystems. Die diesjährige Arbeit zur Instandhaltung an der Deckeldichtfläche am Reaktordruckbehälter erfordert besondere Maßnahmen des radiologischen Arbeitsschutzes, die mit dem Niedersächsischen Ministerium für Umwelt und Klimaschutz abgestimmt sind."
E.ON Kernkraft: "Gemeinschaftskernkraftwerk Grohnde zum 25. Brennelementwechsel und zur jährlichen Revision vom Netz"
Von dem Atomenergie-Konzern E.ON Kernkraft wird in einer Pressemitteilung vom 06.04.10 die Revision im AKW Grohnde bestätigt: "In den frühen Morgenstunden des 6. April 2010 ging das Kernkraftwerk Grohnde zum 25. Brennelementwechsel und zur jährlichen Anlagenrevision vom Netz."
"Während der diesjährigen Revision werden 52 Brennelemente durch neue Uran-Brennelemente ersetzt. Das Revisionsprogramm umfasst circa 1.000 Prüfungen und zahlreiche Inspektions- und Instandhaltungsarbeiten", wird von E.ON Kernkraft berichtet.
"Im Revisionszeitraum kommen mehr als 1.400 externe Fachkräfte aus circa 100 Fachfirmen zum Einsatz. Die atomrechtliche Aufsichtsbehörde und die von ihr beauftragten Gutachterorganisationen TÜV Nord und Germanischer Lloyd überwachen alle sicherheitstechnisch relevanten Arbeiten. Insgesamt investiert das Kraftwerk für die Revisionsarbeiten rund 30 Millionen Euro", so E.ON Kernkraft.
Die letzte Jahresrevision im AKW Grohnde erfolgte im Zeitraum vom 09.05. bis zum 28.05.09, dabei wurden 48 Brennelemente durch neue ersetzt.
Quelle: nadir.org |
Im AKW Grohnde ist es am 01.03.10 zu einem neuen Zwischenfall gekommen: Offensichtlich durch ein fehlerhaftes Ventil wurde für etwa eine Stunde Wasserdampf aus dem Sekundärkreislauf über das Maschinenhausdach abgeblasen. Sofern die Dampferzeuger nicht undicht sind, ist der Dampf im Sekundärkreislauf eines Druckwasserreaktors nicht radioaktiv.
In einer Pressemitteilung unter dem Titel "Gemeinschaftskernkraftwerk Grohnde: Reduzierung der Anlagenleistung" gibt der Atomenergie-Konzern E.ON Kernkraft am 01.03.10 dazu bekannt: "Heute Morgen um 7.30 Uhr öffnete sich ein Ventil eines Vorwärmers im Sekundärkreislauf selbstständig. Dadurch wurde Wasserdampf über das Maschinenhausdach abgeblasen. Durch Absenken der Anlagenleistung auf ca. 1.000 Megawatt und einem damit verringerten Druck schloss sich das Ventil gegen 8.30 Uhr wieder."
Der Grund für die Panne ist E.ON Kernkraft bislang nicht bekannt: "Gegenwärtig finden Untersuchungen zur Ursache für das Ansprechen des Ventils statt."
"Das Ereignis hat keinen Einfluss auf den sicheren Betrieb der Anlage", wird von E.ON Kernkraft versichert", und ist nicht meldepflichtig. Die Aufsichtsbehörde wurde zeitnah informiert."
Von E.ON Kernkraft wird abschließend erläutert: "Hintergrund: Der Sekundärkreislauf eines Druckwasserreaktors ist durch die Dampferzeuger vom Primärkreislauf getrennt und enthält kein aktives Medium."
Die Pressemitteilung von E.ON Kernkraft am 01.03.10 steht nachlesbar im Internet unter http://www.eon-kernkraft.com/pages/ekk_de/Presse_und_Wissenswertes/Pressemitteilungen/Aktuelle_Presse/Pressemitteilung.htm?id=1426027
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Am 03.03.10 hat es im AKW Grohnde an der Weser eine weitere Panne gegeben: Dabei schaltete sich ein sogenannter "Notspeise-Notstromdiesel" gleich nach seinem Start wieder aus. - Bereits am 01.03.10 kam es dort zu einem Zwischenfall: Offensichtlich durch ein fehlerhaftes Ventil wurde für etwa eine Stunde Wasserdampf aus dem Sekundärkreislauf über das Maschinenhausdach abgeblasen.
Der Atomenergie-Konzern E.ON Kernkraft berichtet in einer Pressemitteilung erst am 09.03.10 unter der Überschrift "Gemeinschaftskernkraftwerk Grohnde: Ausfall eines Notspeise-Notstromdiesels während einer Prüfung" über die neue Betriebsstörung im AKW Grohde: "Im Rahmen einer Wiederkehrenden Prüfung im Gemeinschaftskernkraftwerk Grohnde am 3. März 2010 schaltete sich ein Notspeise-Notstromdiesel wenige Sekunden nach seinem Start wieder aus. Als Ursache wurde ein Fehler an einem Endschalter festgestellt. Der Fehler wurde behoben. Anschließend wurde die Wiederkehrende Prüfung erfolgreich wiederholt."
"Der Ausfall des Diesels hat keine Auswirkungen auf den sicheren Betrieb der Anlage", wird in der Mitteilung von E.ON Kernkraft behauptet. Dazu wird weiter ausgeführt: "Der Notspeise-Notstromdiesel gewährleistet im Anforderungsfall eine Bespeisung der Dampferzeuger mit Wasser und die dafür erforderliche Stromversorgung. Für die Dauer der Instandsetzung waren diese Funktionen über die drei verbleibenden Notspeise-Notstromdiesel und zusätzlich vier weiteren Notstromdiesel sichergestellt."
"Das Vorkommnis liegt", nach der Einstufung von E.ON Kernkraft, "unterhalb der siebenstufigen internationalen Skala zur sicherheitstechnischen Bewertung von Vorkommnissen in Kernkraftwerken ('Stufe 0'). Der Aufsichtsbehörde wurde es nach der Meldekategorie 'N' (Normalmeldung) fristgerecht angezeigt.
"Zum Hintergrund", laut Darstellung von E.ON Kernkraft in der Pressemitteilung: "Es gehört zum sicherheitstechnischen Konzept in Kernkraftwerken, turnusmäßige - so genannte Wiederkehrende - Prüfungen durchzuführen. Pro Jahr werden im Schnitt 3.500 derartige Prüfungen in Kernkraftwerken durchgeführt und so Systeme und Komponenten auf Herz und Nieren geprüft. Alle Prüfungen und Verbesserungen unterliegen den hohen Anforderungen unseres Qualitätsmanagements sowie strengsten gesetzlichen Bestimmungen und Kontrollen.
Die Einstufung des Ereignisses zeigt, dass es sich um ein Vorkommnis mit keiner bzw. nur sehr geringer sicherheitstechnischer Bedeutung handelt. In Deutschland melden die Betreiber kerntechnischer Anlagen auch Ereignisse unterhalb der siebenstufigen internationalen Skala. Dieses Meldeverhalten soll insbesondere im Sinne eines Erfahrungssaustauschs transparent und offen über die Sicherheit der Anlagen informieren und ist damit Ausdruck der ausgeprägten Sicherheitskultur in Deutschland."
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Größere Störfälle sind im AKW Grohnde bisher nicht bekannt geworden. Trotzdem sollte man nicht vergessen, dass auch hier ein "Super-GAU" - ein Kernschmelzunfall mit massiven Freisetzungen von Radioaktivität - nicht ausgeschlossen werden kann. Technik und Menschen sind auch in Grohnde niemals perfekt - davon zeugen die 48 kleineren Pannen, die allein zwischen 1998 und September 2005 gemeldet wurden. Trotz des vergleichsweise hohen Sicherheitsstandards muss man davon ausgehen, dass auch hier mit zunehmendem Alter der Anlage das Risiko zunehmen wird. Hier sind exemplarisch einige "kleinere" Pannen aufgelistet:
- Im September 2001 fiel eine der sog. Beckenkühlpumpen aus. Auch die im Brennelementelagerbecken (Abklingbecken) gelagerten abgebrannten Brennelemente müssen ständig gekühlt werden, damit sie sich nicht überhitzen.
- Im Jahr 2004 sprang die Abgabe radioaktiver Edelgase gegenüber früheren Jahren sprunghaft auf das 25-fache an. Als Erklärung kommen undichte Hüllrohre von Brennelementen in Frage, obwohl keine derartigen Ereignisse gemeldet wurden. 2002 lag die Abgabe von Jod-131 sogar 200-fach über dem normalen Niveau.
- Im Juli 2004 kam es wegen verschiedener Störungen gleich dreimal zur Schnellabschaltung des Reaktors.
Quelle: http://www.robinwood.de/german/energie/akws/grohnde.html
2005 wurden u.a. diese zwei Störfälle gemeldet:
Am 11. Juli 2005 kam es durch eine Störung zu einer Abschaltung mehrerer Komponenten. Durch das weitere Öffnen der Mindestmengenventile der Speisewasserpumpen wurde eine Unterspeisungstransiente ausgelöst, die zur Folge hatte, dass der Dampferzeugerfüllstand unter 8,5 Meter fiel und es zu einer Turbinen- und Reaktorschnellabschaltung kam. Nachdem die Ursache für die Störung geklärt war, nahm der Reaktor am 12. Juli um 0:32 Uhr den Leistungsbetrieb wieder auf.
Am 24. Juli 2005 kam es um 9:16 Uhr zu einer Turbinenregelstörung, was einen Lastabwurf von 240 MW verursachte. Dies führte zu einer Reaktorschnellabschaltung. Nachdem der Fehler behoben wurde, wurde der Reaktor zirka 12 Stunden später wieder in den Leistungsbetrieb hochgefahren.[3]
Quelle:wikipedia |
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