Friedensreiter - fest im Sattel für eine bessere Welt
Am 31.07.2010 haben wir die Reiterinnen und Reiter für den Frieden zu Gast in Hameln. Das diesjährige Thema des Friedensrittes lautet: Das friedliche Ende der Nutzung der Kernenergie. Das liegt doch ganz auf unserer Linie, oder? Daher haben wir als Plenum uns auch entschlossen, den Friedensritt zu unterstützen und drumherum ein buntes Programm gestrickt.
Der Zug wird sich ab 09:45 Uhr vom Hamelner Bahnhof aus zu Ross, zu Rad und zu Fuß in Bewegung setzen. Um 11:00 Uhr ist dann eine Kundgebung auf dem Münsterkirchhof geplant. Wir rechnen mit 100 Teilnehmern. Es gibt ein buntes Programm aus Rednern, Theater mit Pferden, Musik von Ulrike Dangendorf, Infoständen und Ponyreiten für Kinder. Die Münsterkirche stellt freundlicherweise den Strom für die Veranstaltung zur Verfügung!
Uns Menschen in Hameln und im Weserbergland wird verschwiegen, wie gefährlich die ab Frühjahr 2010 im AKW Grohnde zu verarbeitenden MOX-Brennstäbe sind!
Diese neue Gefahr kommt zu der bisherigen der um
AKWs erhöhten Krebserkrankungen (besonders anfällig sind Kinder) noch hinzu!
Die Argumentation
der Betreiber,
warum die Kinderkrebsrate
ausgerechnet im
AKW-Umkreis erhöht sei,
müsse erst weiter wissenschaftlich
geklärt werden, ist
menschenverachtend
und zynisch !!!
Wenn Sie mit uns der Meinung sind, dass LEBEN etwas schützenswertes ist
Menschenkette: Über 120.000 Teilnehmer von Krümmel bis Brunsbüttel
Vielen, vielen Dank allen die mitgemacht haben!
...eine der größten Demonstrationen der Anti-Atomkraft-Bewegung...
Medienberichte zur Menschenkette gibt es unter Presseberichte
Video von ausgestrahlt
ZUR MOX-BRENNELEMENTE-GEFAHR:
Im Frühjahr 2010 will der Atomkonzern EON plutoniumhaltige MOX-Brennelemente von der Wiederaufbereitungsanlage Sellafield in das AKW Grohnde transportieren.
Dies wäre der erste Transport aus Sellafield seit 1996. 1999-2000 flog in der MOX-Fabrik in Sellafield ein Skandal um gefälschte Sicherheitsdokumente auf, worauf die Preußen-Elektra, Vorgängerin von EON, 4 Brennelement aus dem AKW Unterweser entfernen musste, die in Sellafield ohne Qualitätsprüfung gefertigt worden waren, da ein sicherer Betrieb des AKWs nicht mehr gewährleistet werden konnte.
Bereits 40 Prozent des Plutoniums eines einzigen MOX-Brennelementes reichen aus, eine Atombombe zu bauen. Und schon ein Millionstel Gramm (!) Plutonium kann Krebs erzeugen.
Auch im Reaktor verringert der Einsatz der MOX-Brennelemente die vorhandenen Sicherheitsspielräume:
Die Sicherheit der Steuerstäbe wird leicht verringert.
Im kalten Zustand sind höhere Borsäure-Konzentrationen im Kühlwasser erforderlich, um den Reaktor unkritisch zu halten. Auch bei der Lagerung von abgebranntem MOX- Brennstoff im Becken beim Reaktor ist der Einsatz stärkerer Neutronenabsorber erforderlic h.
Unsere große Anti-MOX-Demonstration am 6. Februar 2010 in Hameln mit etwa 600 Teilnehmern war ein voller Erfolg Sogar Tagesschau und N3 berichteten. Hier weitere Berichte zur Demo
Neue Faktenlage zu Krebserkrankungen:
Untersuchungen 1992 und 1997 stellten zwar eine erhöhte Anzahl von Leukämieerkrankungen bei Kindern in AKW-Nähe fest. Die Ergebnisse waren jedoch nur eingeschränkt aussagefähig, da eindeutige Vergleiche nicht möglich waren.
Inzwischen liegen die Ergebnisse der aus diesem Grund vom Bundesamt für Strahlenschutz in Auftrag gegebenen sogenannten „Kontroll-Fall-Studie“ vor.
Erhoben wurden die Daten von über 6000 Kindern.
Das Ergebnis:
29 von 77 Leukämiefällen bei Kindern unter 5 Jahren, die in der 5km-Zone um die AKWs leben, „sind kaum anders zu interpretieren als mit der Nähe zum Reaktor“ (so die vorsichtige Formulierung der Medien). Und: „Dies Ergebnis versetzte die Fachwelt in Aufregung…“
Dieses Ergebnis bedeutet: Das ZDF hierzu am 29.10.2009: „Nun muss die Wissenschaft diesen Zusammenhang weiter klären. Die Situation dürfte sich weiter zuspitzen…“ „Ausgestrahlt“ im August 2009: „Kinder, die in der Nähe eines AKWs wohnen, erkranken häufiger an Krebs als andere Kinder. So haben Kinder, die im Umkreis von bis zu 5km um ein deutsches AKW aufwachsen, ein um 60% erhöhtes Risiko, an Krebs zu erkranken. Ihr Risiko, an Leukämie (Blutkrebs) zu erkranken, ist sogar um 120% erhöht: also mehr als doppelt so hoch als bei Kindern, die nicht in der Nähe eines AKWs wohnen. Es gibt keinen Zweifel daran, dass die radioaktiven Emissionen aus den AKWs die außergewöhnlich hohe Krebs- und Leukämierate bei Kleinkindern im Umkreis von bis zu 5o Kilometern verursachen. Wer das nicht wahrhaben will, verschließt die Augen vor den Fakten.“ Weitere Informationen zu Krebserkrankungen
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Jede und Jeder ist eingeladen sich an unserem Plenum konstruktiv zu beteiligen. Dort sprechen wir über mögliche Alternativen zur Kernergie und planen Aktionen um den Atomausstieg zu beschleunigen oder den Einsatz von MOX-Brennelementen zu verhindern.